Ratgeber bei Trennung

Trennung und Steuern

Mrz 3rd, 2010 | By

Trennung und Steuern

Steuerklassen
Eine Steuerklasse gilt für ein Kalenderjahr. Wenn im laufenden Jahr die Steuerklasse geändert wird, dann wird diese bei der Einkommensteuererklärung aber für das komplette Kalenderjahr berücksichtigt.

Steuerklassen und Trennung
– Während des Trennungsjahres können die Steuerklassen beibehalten werden.
– Im Kalenderjahr nach der Trennung müssen die Steuerklassen geändert werden.

Steuererklärung
– Ehepaare können im Jahr der Trennung noch gemeinsam veranlagen.
– Wenn ein Ehepartner getrennt veranlagt, muss der andere Ehepartner zustimmen. Jedoch ist der ggf. entstandene Steuernachteil auszugleichen.
– Ehegattenunterhalt kann bis zu einem Betrag von 8004,00 Euro als außergewöhnliche Belastung (§ 33a Absatz 1 EStG) abgezogen werden
Bedarf keiner Zustimmung des Ehepartners!
– Bei einem Ehegattenunterhalt über 8004,00 Euro können die getrennten Ehepartner das begrenzte Realsplitting (§ 10 Abs. 1 Nr.1 EStG) wählen.
Hier ist aber die Zustimmung des Ehepartners in der Anlage „U“ erforderlich!
– Die Zahlung von Kindesunterhalt ist normalerweise nicht abzugsfähig. In Einzelfällen können Kosten bis zu 8.004,00 Euro als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden. Dies ist aber mit einem Steuerfachmann abzuklären.
– Scheidungskosten wie Anwaltskosten, Gerichtskosten und Prozesskosten können als außergewöhnliche Belastung in Abzug gebracht werden
– Steuerberaterkosten sind ebenfalls abzugsfähig



Mediation

Jan 15th, 2009 | By

Mediation – außergerichtliche Streitbeilegung

Der Begriff der „Mediation“ kommt aus dem Englischen. seinen Ursprung hat er jedoch im Spätlateinischen, wo Mediation friedensstiftende, versöhnende Vermittlung bedeutet. In der Rechtspflege wird der Begriff der „Mediation“ für die Erarbeitung einer außergerichtlichen Konfliktlösung unter den Betroffenen verwendet. In einem Mediationsverfahren geht es um die transparente Suche nach einer Problemlösung, die bei den Beteiligten auf ein Maximum an Akzeptanz stößt.

Mediation (lat. „Vermittlung“) ist ein strukturiertes freiwilliges Verfahren zur konstruktiven Beilegung oder Vermeidung eines Konfliktes. Die Konfliktparteien – Medianten genannt – wollen mit Unterstützung einer dritten unparteiischen Person (Mediator) zu einer einvernehmlichen Vereinbarung gelangen, die ihren Bedürfnissen und Interessen entspricht. (Quelle: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Seite: Mediation. URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Mediation)

Lieben Dank an NoTarget, der den nachstehenden Beitrag geschrieben und uns zur Verfügung gestellt hat.

Einige Monate nach der Trennnung kam meine Frau mit der Aussage zu mir, sie möchte ihren Wohnsitz verändern und mehrere hundert Kilometer weit weg zu ihrem neuen Partner ziehen. Da stellte sich sofort die Frage, was passiert mit den Kindern. Sie wollte die Kinder natürlich mitnehmen, ich wollte die Kinder nicht weg lassen. In dem Gespräch vermischten sich sehr schnell Argumente, Emotionen und Vermutungen. Es war bald klar, daß wir keine Einigung finden werden und meine Frau fragte mich, ob wir es mit einer Mediation versuchen wollen. Da ich davon schon etwas gehört hatte, stimmte ich zu.

Zum Weiterlesen bitte hier Klicken



Erstberatung

Nov 11th, 2008 | By

Erstberatung

Eine Erstberatung durch einen Rechtsanwalt ist durch die Rechtsanwaltsgebührenverordnung (RVG) festgelegt.
Die Kostenfrage sollte im Vorfeld geklärt und eine schriftliche Vereinbarung getroffen werden. 
Für die erste Beratung kann lt. der Gebührenvorschrift nicht mehr als € 190,00 zzgl. der gesetzlich geltenden Mehrwertsteuer entstehen. Es können jedoch zusätzliche Kosten für z.B. Porto oder Kopien dazu kommen.

Bei Folgegesprächen oder weiterem Tätigwerden des Rechtsanwaltes fallen jedoch weitere Kosten an.

Viele Rechtschutzversicherungen übernehmen die Deckungszusage für die Erstberatung.

 



Checkliste bei Trennung

Nov 11th, 2008 | By

Checkliste bei Trennung 

Diese Checkliste dient lediglich zur Hilfestellung und Orientierung

Im Original oder als Kopie mitzunehmen

Familienstammbuch und Geburtsurkunden der Kinder

Sparbücher, Sparbriefe, Bausparunterlagen (evtl. Kopien)
Kontoauszüge von eigenen Konten

Kontoauszüge von gemeinsamen Konten (evtl. Kopien)
Kreditunterlagen (evtl. Kopien)
Versicherungspolicen  (evtl. Kopien)
Kopien von Lohn- und Gehaltsbescheinigungen des Ehepartners
Kopien von Geschäftsbilanzen, Einkommenssteuererklärungen

Rentenunterlagen, auch von Partner, wenn er im Ausland beschäftigt ist (evtl. Kopie)
Fahrzeugbrief (evtl. Kopie)
eigene Zeugnisse

Unterlagen von Wohneigentum (Grundbuchauszug etc)  

Was ist weiter zu beachten?
Persönliche Gegenstände mitnehmen
Eine Aufstellung über gemeinsame Kosten erstellen (Miete, Nebenkosten, Versicherungen, Schuldtilgungen etc)
Abbuchungen auf dem gemeinsamen Konto überwachen und ggf. stornieren wenn es beide Parteien betrifft
Versicherungsschutz klären
Hausrat teilen
Testament ändern

Wenn ein gemeinsames Konto besteht, sollte man kurzfristig ein eigenes Konto anlegen und sämtliche eigene Zahlungen und Zahlungsverpflichtungen darüber abwickeln.

Manchmal kann es ratsam sein seinem Partner die bestehende Kontovollmacht zu widerrufen und/oder die EC-Karte zu sperren, damit das Konto nicht geplündert wird.



Prozeßkostenhilfe

Nov 11th, 2008 | By

Beratungshilfe und Prozesskostenhilfe

Das Beratungshilfegesetz sichert Menschen mit niedrigem Einkommen gegen eine geringe Eigenleistung Rechtsberatung und Rechtsvertretung außerhalb eines gerichtlichen Verfahrens und im so genannten obligatorischen Güteverfahren zu. Wenn die Bemühungen um eine außergerichtliche Einigung scheitern und ein Gericht mit der Sache befasst werden muss, kann Prozesskostenhilfe in Anspruch genommen werden.

Freibeträge bei Prozesskostenhilfe

Am 19. Juni 2008 wurde im Bundesgesetzblatt (Teil I 2008, 1025) die die Prozesskostenhilfebekanntmachung 2008 vom 12. Juni 2008 (PKHB 2008) veröffentlicht. Entsprechend dieser neuen Bekanntmachung gelten in der Zeit vom 1. Juli 2008 bis 30. Juni 2009 die folgenden Beträge, die gemäß § 115 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1b und Nr. 2 ZPO vom Einkommen der Prozesspartei abzusetzen sind:

176 € für Parteien, die ein Einkommen aus Erwerbstätigkeit erzielen (§ 115 Abs. 1 S. 3 Nr. 1b ZPO)

386 € für die Partei und ihren Ehegatten oder ihren Lebenspartner (§ 115 Abs. 1 S. 3 Nr. 2a ZPO)

270 € für jede weitere Person, der die Partei aufgrund gesetzlicher Unterhaltspflicht Unterhalt leistet (§ 115 Abs. 1 S. 3 Nr. 2b ZPO).



Unterhalt bei Getrenntlebenden

Nov 11th, 2008 | By

§ 1361 BGB Unterhalt bei Getrenntlebenden

(1) Leben die Ehegatten voneinander getrennt oder will einer von ihnen getrennt leben, so kann ein Ehegatte verlangen, dass ihm der andere die Ehewohnung oder einen Teil zu alleinigen Nutzung überlässt, soweit dies auch unter Berücksichtigung der Belange des anderen Ehegatten notwendig ist, um eine unbillige Härte zu vermeiden. Eine unbillige Härte kann auch dann gegeben sein, wenn das Wohl von im Haushalt lebenden Kindern beeinträchtigt ist. Steht einem Ehegatten allein oder gemeinsam mit einem Dritten das Eigentum, das Erbbaurecht oder der Nießbrauch an dem Grundstück zu, auf dem sich die Ehewohnung befindet, so ist dies besonders zu berücksichtigen; entsprechendes gilt für das Wohnungseigentum, das Dauerwohnrecht und das dingliche Wohnrecht.

(2) Hat der Ehegatte, gegen den sich der Antrag richtet, den anderen Ehegatten widerrechtlich und vorsätzlich am Körper, der Gesundheit oder der Freiheit verletzt oder mit einer solchen Verletzung oder der Verletzung des Lebens widerrechtlich gedroht, ist in der Regel die gesamte Wohnung zur alleinigen Benutzung zu überlassen. Der Anspruch auf Wohnungsüberlassung ist nur dann ausgeschlossen, wenn keine weiteren Verletzungen und widerrechtliche Drohungen zu besorgen sind, es sei denn, dass dem verletzten Ehegatten das weitere Zusammenleben mit dem anderen wegen der Schwere der Tat nicht zuzumuten ist.

(3) Wurde einem Ehegatten die Ehewohnung ganz oder zum Teil überlassen, so hat der andere alles zu unterlassen, was geeignet ist, die Ausübung dieses Nutzungsrechts zu erschweren oder zu vereiteln. Er kann von dem nutzungsberechtigten Ehegatten eine Vergütung für die Nutzung verlangen, soweit dies der Billigkeit entspricht.

(4) Ist nach der Trennung der Ehegatten im Sinne des § 1567 Abs. 1 ein Ehegatte aus der Ehewohnung ausgezogen und hat er binnen sechs Monaten nach seinem Auszug eine ernstliche Rückkehrabsicht dem anderen Ehegatten gegenüber nicht bekundet, so wird unwiderleglich vermutet, dass er dem in der Ehewohnung verbliebenen Ehegatten das alleinige Nutzung